Konsistenz der Bilddarstellung

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Zwei neue DICOM-Dienste

Im Rahmen einer vom "Committee for the Advancement of DICOM" ausgeschriebenen Demonstration wurden zwei neue DICOM-Dienste als Prototyp implementiert und auf dem Europäischen Radiologiekongress ECR 1999 präsentiert. Der für diese Demonstration entwickelte DICOM-Viewer DICOMscope wurde anschließend als "Freeware" veröffentlicht.

Grayscale Standard Display Function

Basierend auf dem Barten-Modell der menschlichen visuellen Perzeption definiert DICOM eine Luminanzfunktion für ein theoretisches ideales Display (Bildschirm oder Leuchtkasten), bei dem ein durchschnittlicher Betrachter die Verteilung der Helligkeitswerte als linear, d. h. gleichmäßig empfinden würde. Die Idee besteht darin, die Charakteristik eines konkreten Displays mittels eines Luminanz-Meßgerätes zu vermessen und auf der Basis dieser Meßkurve eine Korrekturfunktion zu berechnen, welche die Bildausgabe dem "idealen Display" soweit wie möglich annähert. Auf diese Weise läßt sich eine konsistente Bilddarstellung auf sehr unterschiedlichen Displays erreichen. Viele hochwertige Monitore und Grafikkarten für den Einsatz in der Medizin unterstützen eine solche Korrekturfunktion bereits "in Hardware". Der für diese Demonstration implementierte Prototyp erlaubt es aber auch, konventionelle Farbmonitore und Grafikkarten einzumessen und die Korrektur der Bilddarstellung in Software durchzuführen.

Grayscale Softcopy Presentation State Storage

Dieser neue DICOM-Dienst erlaubt es, alle Parameter, welche die Darstellung eines Bildes beeinflussen, zu speichern und zwischen verschiedenen Workstations zu übertragen. Dies sind zum einen die für die Darstellung notwendigen Bildverarbeitungsschritte wie Rotieren, Spiegeln, Zoom sowie Veränderungen des Grauwert-Kontrasts ("Fensterung"), zum anderen grafische Annotationen wie Texte, Linien, Kreise oder andere grafische Symbole, die auf bestimmte Bereiche im Bild hinweisen. Damit erlaubt es dieser DICOM-Dienst, präzise zu dokumentieren, auf der Basis welcher Bildeinstellungen ein Arzt seine Diagnose gestellt hat. Außerdem ist es möglich, das Bild automatisch mit "vernünftigen" Voreinstellungen anzuzeigen, wenn es später noch einmal geöffnet wird, etwa im OP.

Projektteam

Die ECR 1999 DICOM-Demonstration wurde von einem Projektteam umgesetzt, dem außer OFFIS folgende Institute und Firmen angehörten:

OTech LogoOTech Inc.
Crossroads TX 76227, USA
http://www.otechimg.com
IM LogoInstitut für Mikrotherapie
D-44799 Bochum
http://www.microtherapy.de
Griffin LogoLake Griffin Ltd.
CH-8308 Illnau
http://www.lakegriffin.ch

Die Demonstration wurde von General Electric Company, Imation/CEMAX-ICON, ISG Technologies, Philips Medical Systems, Siemens AG, Dome und Image Smiths unterstützt.

Seite zuletzt aktualisiert: 2013-06-10
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